Ein Umzug von Wuppertal auf die Färöer ist ein echtes Nischenprojekt – und einer der anspruchsvollsten Auslandsumzüge überhaupt: Es gibt keine Landstraße zu den 18 Inseln mitten im Nordatlantik, dein Hausrat reist ausschließlich per Schiff, und anders als bei den meisten anderen europäischen Zielen reicht deine deutsche Staatsangehörigkeit allein nicht für die Einreise – die Färöer gehören weder zur EU noch zum Europäischen Wirtschaftsraum. Wer diese Besonderheiten kennt und früh genug plant, kommt trotzdem entspannt und ohne teure Überraschungen in Tórshavn oder einem der anderen Orte an. Auf dieser Seite erfährst du, wie der Transport organisiert wird, was ein Umzug von Wuppertal auf die Färöer kostet und welche Formalitäten vor und nach der Ankunft anstehen.
Du planst deinen Umzug von Wuppertal auf die Färöer? Wir kennen die Abläufe rund um Fährverbindung, Seefracht und Zoll und erstellen dir einen transparenten Kostenvoranschlag – unverbindlich und kostenlos.
Hier liegt der größte Unterschied zu fast jedem anderen Umzugsziel in Europa: Die Färöer sind ein autonomes Land innerhalb des Königreichs Dänemark, aber sie sind der EU nie beigetreten – und anders als Island oder Norwegen gehören sie auch nicht zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Das bedeutet konkret: Als deutscher Staatsangehöriger genießt du auf den Färöer keine EU-Personenfreizügigkeit. Für einen dauerhaften Umzug brauchst du eine Aufenthalts- und eine Arbeitserlaubnis der färöischen Ausländerbehörde Útlendingastovan, bevor du dort leben und arbeiten darfst. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einem Umzug von Wuppertal auf die Färöer im Vergleich zu einem Umzug in ein klassisches EU-Land – hier reicht kein Personalausweis und keine einfache Ummeldung.
Kurz erklärt: Bei EWR-Staaten wie Island oder Norwegen darfst du als EU-Bürger frei einreisen und arbeiten, nur der Warenverkehr läuft außerhalb der EU-Zollunion. Bei den Färöer gilt das nicht einmal für dich selbst: Personen- und Warenverkehr laufen wie bei einem klassischen Drittstaat. Die Genehmigung für dich persönlich ist damit der erste und wichtigste Schritt – noch vor der Organisation des Transports.
Die Färöer liegen rund 300 Kilometer nordwestlich von Schottland mitten im Nordatlantik – ein klassischer Fernumzug mit LKW endet deshalb spätestens am dänischen Fährhafen. Für den Transport deines Hausrats von Wuppertal auf die Färöer stehen im Kern zwei Wege offen:
Für kleinere Haushalte und Einzelpersonen lohnt sich häufig eine Beiladung im Sammelcontainer, bei der du nur für das tatsächlich genutzte Volumen zahlst. Wer ein eigenes Fahrzeug mitnehmen möchte, kombiniert das meist mit der Smyril-Line-Fähre, da dort Auto und Hausrat gemeinsam reisen können.
Verpackung für die lange Seereise: Sowohl die Fährüberfahrt als auch der Containertransport dauern mehrere Tage bis Wochen – entsprechend wichtig ist eine seefeste Verpackung. Feuchtigkeit ist auf der Nordatlantik-Route das größte Risiko, professionelle Umzugsunternehmen setzen deshalb auf feuchtigkeitsresistente Folien, Trockenmittel im Container und bei empfindlichen Stücken zusätzlich stabile Holzverschläge. Elektrogeräte reisen am sichersten in Originalverpackung oder gepolsterten Spezialkartons.
Die Kosten hängen stark davon ab, wie viel Hausrat transportiert wird und ob Fähre oder Container-Seefracht genutzt wird. Als grobe Orientierung:
| Transportart | Kostenspanne | Geeignet für |
|---|---|---|
| Beiladung (Sammelcontainer) | ca. 1.000 – 2.800 € | Einzelpersonen, kleine Wohnungen |
| 20-Fuß-Container (eigen) | ca. 3.200 – 9.000 € | 1- bis 2-Zimmer-Haushalte |
| 40-Fuß-Container (eigen) | ca. 7.500 – 13.000 € | größere Haushalte, Familien |
| Fähre mit eigenem Fahrzeug (Smyril Line) | ca. 500 – 1.500 € je Strecke | überschaubarer Hausrat + Auto |
| Transportversicherung | 1 – 3 % des Warenwerts | für jede Sendung empfohlen |
Spartipp: Prüfe realistisch, wie viel Hausrat wirklich mitreisen muss. Angesichts der langen Transportwege und der begrenzten Einfuhrbedingungen lohnt sich der Transport sperriger, günstiger Möbelstücke oft kaum – Neuanschaffung vor Ort kann wirtschaftlicher sein. Eine Beiladung statt eines halbleeren eigenen Containers spart häufig mehrere hundert Euro.
Ein realistisches Budgetbeispiel für einen Single-Haushalt per Beiladung könnte so aussehen: Seefracht/Beiladung ca. 1.600 €, Transportversicherung ca. 35 €, Verpackungsmaterial ca. 100 €, Zollabwicklung ca. 150 €, Puffer für Unvorhergesehenes ca. 200 € – macht in Summe rund 2.085 €. Bei einem eigenen 20-Fuß-Container für einen 2- bis 3-Zimmer-Haushalt liegt die Gesamtsumme inklusive Versicherung, Verpackung und Zollabwicklung eher im Bereich von 3.700 bis 9.500 €. Diese Zahlen sind Orientierungswerte – für dein konkretes Umzugsvolumen lohnt sich immer ein individuelles Angebot.
Weil die Färöer weder EU- noch EWR-Gebiet sind, läuft die Vorbereitung in drei getrennten Schritten – und in genau dieser Reihenfolge.
1. Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis (vor allem anderen):
Details und Antragsformulare findest du direkt bei der Behörde: Útlendingastovan – Application.
2. Zollanmeldung deines Übersiedlungsguts bei TAKS:
Die offiziellen Voraussetzungen listet die färöische Zoll- und Steuerbehörde hier auf: TAKS – Moving to the Faroes.
Fahrzeug mitnehmen? Ein eigenes Auto muss bei der zuständigen Behörde angemeldet werden; Zulassungssteuer, CO2-Steuer, Kfz-Steuer und Kennzeichengebühr werden bei der Einfuhr fällig. Für einen kurzen Aufenthalt ist unter bestimmten Voraussetzungen eine befristete Nutzung mit ausländischem Kennzeichen möglich – das ist aber genehmigungspflichtig und keine Regel. Details zur Fahrzeugeinfuhr: TAKS – Motor Vehicles.
Nach der Ankunft und mit gültiger Aufenthaltserlaubnis brauchst du außerdem eine P-Nummer (färöische Personenkennnummer), die bei deiner Wohnsitzgemeinde – für Tórshavn ist das die Tórshavnar Kommuna – beantragt wird. Ohne sie funktionieren Bankkonto, Mietvertrag und Anstellung vor Ort kaum. Details zum Ablauf: Tórshavnar Kommuna – P-Number.
| Zeitpunkt | Aufgabe |
|---|---|
| ab 6 Monate vorher | Antrag auf Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bei Útlendingastovan stellen |
| 8–12 Wochen vorher | Transportangebote einholen, Fähre oder Container buchen, Inventarliste beginnen |
| 4–6 Wochen vorher | Abmeldung in Wuppertal vorbereiten, Verschiffungs- bzw. Fährtermin fixieren |
| 2 Wochen vorher | Packen, Inventarliste finalisieren, Zolldeklaration vorbereiten |
| Umzugstag | Verladung, Übergabe der Inventarliste an den Spediteur bzw. die Reederei |
| nach Ankunft | Zollabfertigung in Tórshavn, P-Nummer bei der Kommuna beantragen |
Rechne insgesamt mit mindestens einem halben Jahr Vorlauf – nicht wegen des Transports allein, sondern vor allem wegen der Bearbeitungszeit für Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Wer diesen Schritt zu spät angeht, riskiert, dass der eigentliche Umzugstermin verschoben werden muss.
5 Tipps für deinen Umzug von Wuppertal auf die Färöer:
„Am meisten Respekt hatte ich vor der Arbeitserlaubnis, nicht vor dem Transport. Mit rechtzeitigem Antrag bei Útlendingastovan und einer sauberen Inventarliste für den Zoll lief am Ende alles reibungslos.“ – Kerstin B., umgezogen von Wuppertal nach Tórshavn
Die Färöer bestehen aus 18 Inseln mit zusammen gut 56.000 Einwohnern, die meisten davon leben im Großraum der Hauptstadt Tórshavn mit rund 14.000 Einwohnern. Amtssprachen sind Färöisch und Dänisch, im Alltag und bei Behörden kommst du aber auch mit Englisch meist gut zurecht. Bezahlt wird mit der Färöischen Krone, die im Verhältnis 1:1 an die dänische Krone gekoppelt ist – dänische Kronen werden vielerorts ebenfalls akzeptiert. Das Klima ist ozeanisch geprägt: milde, aber sehr wechselhafte und windige Verhältnisse das ganze Jahr über, Regenschutz gehört zur Grundausstattung.
Wirtschaftlich dominieren Fischerei und Aquakultur, allen voran die Lachszucht, die einen Großteil der Exporte ausmacht – daneben spielen zunehmend Tourismus und maritime Dienstleistungen eine Rolle. Wer beruflich auf die Färöer zieht, findet ein sehr kleines, aber international vernetztes Arbeitsumfeld vor, in dem die Arbeitserlaubnis von Útlendingastovan die Grundvoraussetzung für jede Anstellung ist.
Für alle konsularischen Anliegen ist die Deutsche Botschaft Kopenhagen zuständig, die auch die Färöer mitbetreut; vor Ort in Tórshavn gibt es zusätzlich einen deutschen Honorarkonsul als erste Anlaufstelle: Honorarkonsul Tórshavn – Deutsche Botschaft Kopenhagen.
Ja, in gewisser Form: Die Färöer gehören weder zur EU noch zum EWR, deshalb gilt für dich keine Personenfreizügigkeit. Für einen dauerhaften Aufenthalt brauchst du eine Aufenthalts- und eine Arbeitserlaubnis der Ausländerbehörde Útlendingastovan, die vor dem eigentlichen Umzug beantragt werden sollte.
Übersiedlungsgut kann bei der Zoll- und Steuerbehörde TAKS abgabenfrei angemeldet werden, wenn es dir gehört, bereits vorher zu deinem Haushalt gehörte und eine vollständige Zolldeklaration sowie ein Nachweis der Wohnsitzänderung vorgelegt werden. Lebensmittel, Tabak und Alkohol sind von dieser Befreiung ausgenommen.
Es gibt keine Straßen- oder Schienenverbindung zum europäischen Festland. Dein Hausrat reist entweder per Autofähre (Smyril Line, Hirtshals–Tórshavn, ca. 30 bis 40 Stunden) oder per Container-Seefracht, etwa mit den Reedereien Eimskip oder Faroe Ship ab norddeutschen oder dänischen Häfen.
Die P-Nummer ist die färöische Personenkennnummer, die du nach Erhalt deiner Aufenthaltserlaubnis bei deiner Wohnsitzgemeinde beantragst – für Tórshavn ist das die Tórshavnar Kommuna. Ohne sie sind Bankkonto, Mietvertrag und Arbeitsvertrag vor Ort kaum möglich.
Mindestens ein halbes Jahr. Zeitkritisch ist vor allem die Bearbeitung der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bei Útlendingastovan – erst danach lassen sich Fähr- oder Containertermin und der eigentliche Umzugstag verlässlich planen.
Ja, ein mitgeführtes Fahrzeug muss bei der Einfuhr angemeldet werden, wobei Zulassungssteuer, CO2-Steuer, Kfz-Steuer und Kennzeichengebühr anfallen. Für kurze Aufenthalte ist unter bestimmten Voraussetzungen eine genehmigungspflichtige Nutzung mit ausländischem Kennzeichen möglich.
Ein Umzug von Wuppertal auf die Färöer unterscheidet sich von den meisten anderen Auslandsumzügen durch drei Besonderheiten: den Transport ausschließlich per Fähre oder Seefracht, die fehlende EU-Personenfreizügigkeit mit Pflicht zur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, und eine eigene Zollanmeldung trotz der engen Verbindung zu Dänemark. Wer die Genehmigung bei Útlendingastovan frühzeitig beantragt, eine vollständige Inventarliste für TAKS vorbereitet und den passenden Transportweg – Fähre oder Container – rechtzeitig bucht, kommt ohne böse Überraschungen in Tórshavn oder anderswo auf den Inseln an.
Neben dem klassischen Privatumzug unterstützen wir auch Firmenumzüge auf die Färöer sowie kostengünstige Mini-Umzüge für Einzelpersonen per Beiladung. Ein weiteres nordeuropäisches Ziel außerhalb der klassischen EU-Zollunion findest du bei unserem Umzug von Wuppertal nach Island, einen Überblick über klassische EU-Ziele bietet unsere EU-Ausland-Übersicht.
Tórshavn Dänemark Island